Erinnerungen an Thich Nath Hanh




 

In seiner außergewöhnlichen, mehr als 65 Jahre währenden Tätigkeit als spiritueller Lehrer, hat Thich Nhat Hanh den Buddhismus im 21. Jahrhundert reformiert, wiederbelebt und von einer rein religiösen und formellen Ausübung in eine lebendige Praxis verwandelt. 

Menschen jeden Alters und jeder Herkunft und insbesondere viele junge Leute fühlen sich von seiner offenen, modernen und undogmatischen Form der Spiritualität angesprochen. 
Die Stärke, Vielfalt und Vitalität von Thich Nhat Hanhs internationaler Gemeinschaft und Gefolgschaft ist vielleicht sein größtes Vermächtnis. Im Alter von 95 Jahren verstarb er friedlich am 22. Januar 2022 in Hue, Vietnam. (Quelle: Plumvillage)



 


Worte von Weggefährten

Vanja Palmers, Gründervater Puregg: Thay war von der Schlichtheit des Puregg - Zendo sichtlich angetan. Auch vom Stein am Altar. Er meinte, obwohl keine religiösen Symbole im Raum sind, sei dies ein sehr buddhistischer Ort. Und er sagte, dass er seine O’Kesa (das Gewand Buddhas / Mönchsrobe) schon eine Weile nicht mehr getragen habe, dies aber hier tun möchte. Und so sang er, auf Vietnamesisch (wir tuns in Japanisch und/oder Deutsch) das entsprechende Gata und legte sie an.“
 
David Steindl-Rast, Gründervater Puregg: "Thay als Bruder und Freund zu haben, war eines der größten Geschenke in meinem Leben. In dieser Zeit der Trauer möchte ich zahllosen anderen, die sich durch seinen Tod mit leeren Händen fühlen, die Hand reichen und sagen: Lasst uns sein Vermächtnis der Lehre ehren: Lasst uns sein Vermächtnis des Interseins ehren, indem wir uns weltweit die Hände reichen und bereit sind, Thays friedensstiftende Arbeit mit neuer Hingabe weiterzuführen."
 
Roshi Joan Halifax, Abt des Upaya Institute und Zen Centers: "Thay hat mich gelehrt, dass sozialer Aktivismus und Kontemplation nicht voneinander zu trennen sind. Dank ihm haben unzählige von uns ihr Leben sich für den Weg des sozial engagierten Buddhismus entschieden."
Seine Heiligkeit der Dalai Lama: "Mit seinem friedlichen Widerstand gegen den Vietnamkrieg, seiner Unterstützung für Martin Luther King und vor allem seinem Engagement, anderen nicht nur zu zeigen, wie Achtsamkeit und Mitgefühl zu innerem Frieden beitragen, sondern auch, wie jeder Einzelne, der den Frieden des Geistes kultiviert, zu echtem Weltfrieden beiträgt, hat der Ehrwürdige ein wahrhaft bedeutungsvolles Leben geführt."
(Quelle: Plumvillage)